Alopecia areata

Alopecia areata ist eine Autoimmunerkrankung, die durch plötzlichen, oft kreisrunden Haarausfall auf der Kopfhaut und manchmal auch an anderen Körperstellen gekennzeichnet ist. Bei dieser Erkrankung greift das Immunsystem die Haarfollikel an, was zu Haarausfall führt. Es kann Menschen jeden Alters betreffen, beginnt aber häufig in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter.

Symptome

Die Hauptanzeichen von Alopecia areata sind:

  • Runde oder ovale kahle Stellen: Am häufigsten auf der Kopfhaut, aber sie können auch im Bartbereich, an den Augenbrauen oder an anderen Körperstellen auftreten.
  • Kribbeln oder Schmerzen in den betroffenen Bereichen kurz vor dem Haarausfall.
  • Nagelveränderungen: Dellen, Rillen oder eine raue Oberfläche der Nägel können vorkommen.

Ursachen

Die genaue Ursache von Alopecia areata ist unbekannt, aber es wird angenommen, dass genetische Faktoren und Umweltauslöser eine Rolle spielen. Als Autoimmunerkrankung tritt Alopecia areata auf, wenn das Immunsystem fälschlicherweise Haarfollikel als fremd erkennt und angreift, was deren Wachstum stört und zum Haarausfall führt.

Behandlung

Es gibt derzeit keine Heilung für Alopecia areata, aber es gibt Behandlungen, die bei einigen Menschen das Haarwachstum fördern können. Die Behandlung hängt von der Schwere der Erkrankung und der Präferenz des Betroffenen ab:

  • Kortikosteroide: Dies sind entzündungshemmende Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken und können als Injektionen, topische Cremes oder oral eingenommen werden.
  • Minoxidil (Rogaine): Ein topisches Medikament, das auf die betroffenen Bereiche aufgetragen wird, um das Haarwachstum zu fördern.
  • Anthralin: Eine topische Reiztherapie, die das Haarwachstum anregen kann.
  • DPCP (Diphenylcyclopropenon): Eine Chemikalie, die auf die Kopfhaut aufgetragen wird, um eine allergische Reaktion zu erzeugen, die das Haarwachstum fördern kann.

Prognose

Alopecia areata variiert stark von Person zu Person. Einige Menschen erleben nur wenige Episoden von Haarausfall mit vollständiger Wiederherstellung, während andere wiederholte oder anhaltende Ausbrüche haben. In seltenen Fällen kann sich die Erkrankung zu einer vollständigen Haarlosigkeit (Alopecia totalis) oder zum Verlust aller Körperhaare (Alopecia universalis) entwickeln.

Umgang mit der Erkrankung

Neben der medizinischen Behandlung ist die emotionale Unterstützung für Menschen mit Alopecia areata wichtig. Der Haarausfall kann zu Selbstbewusstseinsproblemen und psychischem Stress führen. Beratung, Selbsthilfegruppen oder Therapie können für Betroffene und ihre Familien hilfreich sein, um mit den emotionalen Auswirkungen der Erkrankung umzugehen.

Es wird empfohlen, bei Verdacht auf Alopecia areata einen Dermatologen aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und Beratung zu Behandlungsmöglichkeiten zu erhalten.

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